25 Jahre Hessische Europaschulen – und die KHS ist eine von ihnen!

Ein Bericht von Felix Diehl (E 2)

In Hessen gibt es  seit 25 Jahren "Europaschulen". Aber was bedeutet das überhaupt? Die Aufgabe der 34 hessischen Europaschulen Schulen ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für den europäischen Gedanken zu begeistern, sie auf ein Leben in Europa vorzubereiten und ihnen die Möglichkeit zu geben, Europas Vielfalt kennenzulernen.

Zu eben diesem Jubiläum am 3. Mai 2018 – 25 Jahre Europaschulen in Hessen – reisten die Schülerinnen und Schüler Leonie Itter, Lisa Mandutz und Felix Diehl, zusammen mit ihren Lehrern Herrn Dr. Pujiula und Herrn Dr. Schnellenpfeil, nach Wiesbaden, wo im hessischen Landesmuseum eine Festveranstaltung zur Feier des Jubiläums stattfand; anschließend gab es Gelegenheit für die Schul-Delegationen, miteinander und mit den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.

Das Programm startete mit einer musikalischen Einlage von Chor und Streichorchester der Blücherschule Wiesbaden, einer Grundschule. Die Kinder brachten viel gute Laune mit und erheiterten das Publikum mit ihrem Talent. Auch sie hatten schon verstanden, dass man in Europa keine Grenzen braucht.

Darauf begrüßte Frau Dr. Hartmann, Leiterin des Referats „internationale Bildungsangelegenheiten“ im Hessischen Kultusministerium und damit auch für die Europaschulen verantwortlich, die Gäste mit einer Rede und warf einen interessanten und kurzweiligen Blick zurück auf die Anfangsjahre des hessischen Europaschulprogramms. Man merkte deutlich, dass die Europäischen Werte und das europäische Denken ein Teil der Veranstaltung und auch des Schullebens in den einzelnen Europaschulen sind.

Auch Kultusminister Prof. Dr. Lorz sprach in einer meiner Meinung nach sehr spannenden und interessanten Rede über die 90er Jahre und den historischen Hintergrund, vor dem das Europaschulprogramm begonnen wurde. In dieser Zeit war der Optimismus eines wachsenden Miteinanders in Europa sehr groß – wer hätte damals gedacht, welchen Spannungen das europäische Zusammenleben 25 Jahre später ausgesetzt ist? Sehr persönlich sprach er von seiner eigenen europäischen Biographie und untermauerte die große Bedeutung, die das Europaschulprogramm für ihn hat.

Dann wurden die ersten drei Plätze des Video-Slam der Hessischen Europaschulen prämiert und das Gewinnervideo gezeigt. Leider hatte unsere Schule kein Video eingereicht, aber umso spannender fand ich es, die Ergebnisse der anderen Schulen zu sehen.

Darauf folgte ein weiterer musikalischer Beitrag des HardChor des Schuldorfes Bergstraße. Der Chor begeisterte mit einer Variante der Ode an die Freude und mit Bohemian Rhapsody von Queen.

Die Europaschulen aus Südhessen hatten zum Aktionstag Europa 2017 jeweils ein Bild bzw. Kunstwerk über europäische Werte gestaltet und diese Werke dann in einer Schatztruhe gesammelt, die wie ein Staffelstab von Schule zu Schule getragen wurde. Diese Schatztruhe wurde dem Kultusminister überreicht, welcher sich offensichtlich sehr über die wirklich gut überlegten und tiefgründigen Kunstwerke freute.

Danach folgte der sehr bewegende Poetry Slam von Beza Tefera aus Frankfurt. Nach einem langen Moment der Stille sprach sie über ihr Leben als Flüchtlingskind, was für ein Sehnsuchtsziel Europa für sie gewesen seiund immer noch ist – und über die Unmenschlichkeit, die man überall finden kann. Sie hat uns zugleich von außen und innen gespiegelt, wie kostbar Europa ist.

Die nächste Stunde gehörte Herrn Dr. Ott, Mitarbeiter der Europäischen Kommission, welcher eigens aus Brüssel angereist war, um im Dialog mit den Gästen die politische europäische Perspektive in den Blick zu nehmen. In meinen Augen war dies leider der Part, der eigentlich hätte sehr interessant sein können, dies aber leider nicht war, was eventuell an den gestellten Fragen, vielleicht aber auch an deren Beantwortung gelegen hat.

Abgerundet wurde das Programm mit einer letzten musikalischen Einlage, bei der die Gäste selber mitwirken konnten, denn es wurde, unterstützt vom Mädchenensemble der Kopernikusschule Freigericht, das Lied der Europaschulen gesungen.

Ich habe diesen Tag als sehr interessant, nachdenklich und begeisternd empfunden. Die Idee der Europaschulen und deren Bedeutung ist mir nun viel klarer und ich erkenne, in welche Richtung sie die Schüler zu begleiten versuchen. Ich bin froh, dass ich dieses Jubiläum miterleben konnte und einiges Neues erfahren habe.

 

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